Rolf Fritz: 'Ich bin kein Spesenritter!'
Zu den Vorfällen auf der Versammlung des Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland sprach der AutomatenMarkt mit dem ehemaligen ersten Vorsitzenden Rolf Fritz.
„Ich bin sehr enttäuscht von dem Vorgehen und Verhalten meiner Vorstandskollegen“, erklärt der Naumburger Automatenkaufmann. „Man muss mich ja nicht mögen oder mit mir einer Meinung sein (Wegfall Umsatzsteuer), aber mich in meiner Abwesenheit öffentlich mit Dreck zu bewerfen, das geht zu weit. Wenn das so läuft, ist es um die Demokratie im Ost-Verband schlecht bestellt.“
Auch zu der in der Versammlung geäußerten Kritik bezüglich Spesen und seinem Aufenthalt in Thailand nimmt Fritz Stellung: „Mich im Nachhinein als Spesenritter darzustellen ist die Höhe. Jeder der Verantwortlichen weiß genau, dass ich bei vielen dienstlichen Reisen sogar weniger abgerechnet habe, als mir nach der Spesensatzung unseres Verbandes zugestanden hätte. Den Reisetermin nach Thailand zur Adoption des Kindes meiner Frau konnte ich nicht beeinflussen. Er war abhängig von den zuständigen Behörden.'
Rolf Fritz weiter: 'Aus diesem Grunde bat ich auch meine Vorstandsmitglieder im Vorfeld, die Jahreshauptversammlung auf den 29. März 2005 zu legen. Mir wurde jedoch mitgeteilt, dass sich zu diesem Termin alle Vorstände im Urlaub befänden. Auch mein Brief an die Mitglieder, in dem ich mein Bedauern über die Terminüberschneidung zum Ausdruck brachte und mich für eine weitere Amtsperiode als erster Vorsitzender zur Verfügung stellte, wurde offensichtlich überhaupt nicht zur Kenntnis genommen.“
Trotz aller Kontroversen will der Unternehmer weiterhin aktiv am Verbandsleben teilnehmen: „Ich sehe keinen Grund auszutreten. Die Verbände leisten wichtige Arbeit, und auch aus der zweiten Reihe kann man Ideen, Meinungen und Anregungen einbringen.“