28.02.2025

Mehr Falschgeld im Umlauf, aber geringere Schadenssumme

Die Bundesbank spricht von einem insgesamt moderaten Falschgeldaufkommen im zurückliegenden Jahr.

Die Tabelle zeigt die Verteilung der Fälschungen auf die einzelnen Stückelungen im Jahr 2024 und die Veränderung im Vergleich zum Jahr 2023.

Die Deutsche Bundesbank hat im Jahr 2024 rund 72 400 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von 4,5 Millionen Euro im deutschen Zahlungsverkehr registriert. Damit erhöhte sich die Anzahl der Fälschungen gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent. 

“Die Anzahl der festgestellten Fälschungen stieg im Jahr 2024, gleichzeitig ging jedoch die Schadenssumme zurück. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Täter wieder vermehrt einfache Fälschungen mit geringerem Nennwert in Verkehr gebracht haben”, sagte Burkhard Balz, im Vorstand der Bundesbank unter anderem zuständig für Bargeld. Dadurch sei im Jahr 2024 die Schadenssumme um zwölf Prozent niedriger ausgefallen als im Vorjahr. “Insgesamt bleibt das Falschgeldaufkommen moderat: Rein rechnerisch entfielen 2024 neun falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner”, so Balz.

Viele Fälschungen leicht erkennbar

Ein großer Anteil der Fälschungen war wie in den Vorjahren sehr leicht erkennbar. Die Banknoten haben den Aufdruck „MovieMoney“ oder „Prop copy“ und weisen keinerlei Nachahmungen der Sicherheitsmerkmale auf. Bei einigen dieser Fälschungen wurde der Aufdruck „MovieMoney“ überdeckt und durch die Imitation einer Unterschrift ersetzt.

Da Falschgeld nicht ersetzt wird, empfiehlt die Deutsche Bundesbank dringend, Banknoten nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ zu prüfen. Dabei empfiehlt es sich, eine verdächtige Banknote mit einer zweifelsfrei echten zu vergleichen und stets mehrere Sicherheitsmerkmale zu betrachten. 

2-Euro-Münzen im Fokus

Zu den Münzen: Im Jahr 2024 wurden rund 141 300 falsche Münzen im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt. Im Vorjahr lag das Aufkommen noch bei rund 115 900 falschen Münzen. Damit entfielen in Deutschland rechnerisch siebzehn falsche Münzen auf 10 000 Einwohner. Grund für den Anstieg ist, dass einige Unternehmen über Jahre falsch verdächtige Münzen gesammelt und im Jahr 2024 bei der Bundesbank eingereicht haben. Außerdem wurden verstärkt 2-Euro-Fälschungen in den Zahlungsverkehr eingeschleust. 

In dem Originalbeitrag der Deutschen Bundesbank gibt es auch ausführliche Tipps und Hinweise, wie man Falschgeld erkennt: Hier der Link.