Erdrutsch im Ost-Verband – Vorstand entmachtet Rolf Fritz – Thomas Breitkopf neuer 1. Vorsitzender
Thomas Breitkopf, so heißt der neue 1. Vorsitzende des Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland und damit der jüngste Landeschef im BA.
Der 34-Jährige setzte sich am gestrigen Nachmittag auf der Jahreshauptversammlung in Berlin in einer offenen Kampfabstimmung mit deutlicher Mehrheit gegen den Spontan-Kandidaten Reno Zimmermann durch. In Abwesenheit des Thailand-Reisenden Rolf Fritz.
Der Vorstand erklärte, er stehe nicht zur Wiederwahl zur Verfügung, falls der 1. Vorsitzende Rolf Fritz erneut in seinem Amt bestätigt werden sollte.
Breitkopf, bis gestern der Schatzmeister des Verbandes, kritisierte Fritz, zu leichtfertig mit Spesen umgegangen zu sein. „Für eine BA-Veranstaltung wurden ein Tag Anreise, ein Tag Teilnahme und ein Tag Abreise in Rechnung gestellt. Ich habe mich geweigert, das zu bezahlen.“
Offenbar waren die Vorstandsmitglieder auch nicht mit dem Führungsstil des Vorsitzenden einverstanden. Auf großes Unverständnis stieß zudem, dass sich Rolf Fritz auf der Jahreshauptversammlung des Verbandes entschuldigen ließ.
'Zu meinem Bedauern kann ich an der Jahreshauptversammlung nicht persönlich teilnehmen, da ich geheiratet habe und mich zurzeit in Thailand zum Zwecke der traditionellen Hochzeit sowie der Adoption des Kindes meiner Frau aufhalte“, ließ der geschasste Verbandschef in einer Mitteilung verlauten.
„So einen Termin kann man sicher auch anders legen“, zeigte die Mehrheit der Mitglieder Unverständnis.
Weitere Brennpunkt-Themen waren die aktuelle Situation bei der Umsatzbesteuerung von Geldspielgeräten, die Vergnügungssteuer und die neue Spielverordnung.