Bundestag schützt Sport und Sportwettanbieter
Nach konstruktiver und intensiver Begleitung des Gesetzgebungsverfahrens zeigt sich der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) erfreut, dass der Bundestag den neuen Straftatbestand "Sportwettbetrug" beschließt. Wettbezogene Spielmanipulation durch Athleten, Trainer oder Schiedsrichter wird künftig mit bis zu drei Jahren Haft geahndet.
Verbandspräsident Mathias Dahms erklärt, warum der DSWV den Gesetzentwurf mit angestoßen und politisch unterstützt hat: "Die Integrität des sportlichen Wettbewerbs ist ein hohes, schützenswertes Gut. Gemeinsam mit dem Sport sind die Wettveranstalter die wirtschaftlich Hauptgeschädigten von Spielmanipulation. Sportwetten sind für die Verbraucher nur dann ein attraktives Freizeitangebot, wenn diese auf die Unverfälschtheit und Glaubwürdigkeit des Sports vertrauen können. Wenn der Gesetzgeber wettbezogene Spielmanipulation mit hohen Haft- und Geldstrafen belegt, schützt er die Integrität des Sports und die Vermögenswerte der Wettanbieter gleichermaßen."
Der neue Straftatbestand ergänzt die Aktivitäten der im DSWV organisierten Sportwettanbieter. Dahms: "Jeder Sportwettanbieter überwacht alle bei ihm getätigten Wetten in Echtzeit und technologiegestützt. Bei unregelmäßigen Marktbewegungen und Quotenverläufen wird unmittelbar geprüft, ob weitere Anzeichen für eine Manipulation vorliegen. Sollte sich der Verdacht erhärten, wird dies an die zuständigen Sportverbände und Behörden gemeldet."
Der DSWV spreche sich nachdrücklich dafür aus, den institutionellen Austausch zwischen Aufsichtsbehörden, Sport und Wettanbietern weiter auszubauen. Dafür sollte der Bund seiner 2014 in einer Europaratskonvention niedergelegten völkerrechtlichen Pflicht nachkommen und die geplante nationale Plattform gegen Wettmanipulation auf den Weg bringen, so Dahms.